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ERP Preflight

Clean-Core-Erweiterbarkeit erklärt: Stufen, freigegebene APIs und klassische Modifikationen

Ein praxisnaher Überblick, wie SAP Erweiterungen nach ihrer Upgrade-Stabilität einordnet — von ABAP Cloud auf freigegebenen APIs bis zu klassischen Modifikationen — und wie Sie bestehenden Eigenentwicklungscode bewerten.

Zuletzt geprüft:
Ziel-Releases:
SAP S/4HANA, SAP S/4HANA Cloud Private Edition, SAP S/4HANA Cloud Public Edition
Version:
1
Herkunft der Inhalte:
Redaktioneller Inhalt, fachlich geprüft
Zitieren:r/SAPINXHN

Die Idee hinter Clean Core

Clean Core bedeutet, dass der SAP-Standard nicht modifiziert wird und Erweiterungen nur stabile, dokumentierte Schnittstellen nutzen. Der Vorteil sind planbare Upgrades: Hängt eine Erweiterung nur von freigegebenen Objekten ab, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer, dass ein neues Release sie bricht.

Das Stufenmodell

SAP hat Erweiterungen in einem Stufenmodell beschrieben:

  • Stufe 1 — cloudfähige Erweiterungen. Entwickelt mit ABAP Cloud (eingeschränkte Sprachversion) oder Side-by-Side, ausschließlich auf freigegebenen APIs und Erweiterungspunkten.
  • Stufe 2 — Cloud-API-Enablement. Wrapper um klassische, noch nicht freigegebene Funktionalität, die diese kontrolliert für Code der Stufe 1 verfügbar machen.
  • Stufe 3 — klassische ABAP-Erweiterungen. Klassische Entwicklung, die auf nicht freigegebene Objekte zugreifen oder Standardcode modifizieren kann. Hier konzentriert sich das Upgrade-Risiko.

SAP hat diese Leitlinien inzwischen zu feiner abgestuften Clean-Core-Levels weiterentwickelt. Prüfen Sie stets die aktuelle SAP-Dokumentation für die Einordnung, die für Ihr Release gilt.

Typische Befunde in bestehendem Code

  • Direkte Datenbankschreibzugriffe auf SAP-Standardtabellen statt freigegebener APIs.
  • Verwendung von Objekten ohne Freigabevertrag, die sich ohne Ankündigung ändern können.
  • Modifikationen und implizite Erweiterungen im Standardcode.
  • Abhängigkeiten von Objekten, die im Zielrelease veraltet sind.

So bewerten Sie Ihre Landschaft

  1. Erstellen Sie ein Inventar der Eigenentwicklungen und ihrer Abhängigkeiten zu SAP-Objekten.
  2. Ordnen Sie jede Abhängigkeit nach Freigabestatus ein (freigegeben, veraltet, nicht freigegeben).
  3. Priorisieren Sie Objekte mit direkten Tabellenänderungen und Modifikationen.
  4. Planen Sie Nachfolger: freigegebene CDS-Views, freigegebene APIs oder Erweiterungspunkte.

Der Clean Core Object Guard von ERP Preflight klassifiziert Eigenentwicklungen und ihre Abhängigkeiten deterministisch und belegt jeden Befund mit Datei, Zeile und Hash. Siehe Migration & Clean Core.

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu SAP-Konzepten und ersetzt nicht die SAP-Dokumentation für Ihr konkretes Release.

Quellen

Zugehörige Engines: Clean Core Object Guard, Extension Impact Guard, ECC2Cloud Navigator