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ERP Preflight

SAP EWM Materialflusssystem (MFS): SPS-Telegrammfehler und Sequenzlücken diagnostizieren

Wie SAP Extended Warehouse Management über MFS-Telegramme direkt mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) kommuniziert und wie Sie Handshake-Timeouts, Sequenzfehler und Kanalabbrüche analysieren.

Zuletzt geprüft:
Ziel-Releases:
SAP EWM, SAP S/4HANA
Version:
1
Herkunft der Inhalte:
Redaktioneller Inhalt, fachlich geprüft
Zitieren:r/SAPINXHN

Wie SAP EWM MFS mit Lagersteuerungen (SPS) kommuniziert

Das Materialflusssystem (MFS) in SAP Extended Warehouse Management verbindet SAP direkt mit automatischen Kleinteile- und Hochregallagern, Fördertechnik und speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS / PLC) ohne externen Materialflussrechner.

Der Datenaustausch erfolgt über Kommunikationskanäle mittels fest strukturierter Telegramme. Für einen stabilen Betrieb greifen mehrere Protokollmechanismen:

  • Laufende Sequenznummern: Jedes gesendete und empfangene Telegramm trägt eine kanalspezifische Folgenummer;
  • Quittungstelegramme (Handshake): Der Empfänger bestätigt den korrekten Empfang, bevor das nächste Telegramm gesendet wird;
  • LIFE-Telegramme: Periodische Lebenszeichen prüfen, ob die TCP/IP-Verbindung aktiv ist.

Typische Ursachen für Fördertechnik-Stillstände

  1. Asynchrone Sequenznummern. Nach einem Kanalneustart oder Verbindungsabbruch erwarten SPS und EWM unterschiedliche Zählerstände, was zu Ablehnungen oder verworfenen Wiederholungen führt.
  2. Ausbleibende Quittung und Timeout. Bleibt die Bestätigung aus, wiederholt das System das Telegramm bis zur konfigurierten Grenze und versetzt den Kanal anschließend in den Fehlerstatus.
  3. Abweichung bei Telegrammlänge oder Struktur. Die Steuerung sendet ein Telegramm, dessen Gesamtlänge, Start-/Endzeichen oder Füllzeichen nicht zur EWM-Strukturdefinition passt.
  4. Störungscode der SPS. Ein Sensor oder Regalbediengerät meldet einen physischen Fehlercode (etwa Fach doppelt belegt, Lichtschranke unterbrochen oder Scanner-Lesefehler), wodurch die Lageraufgabe blockiert wird.

Vorgehen bei der Analyse von MFS-Telegrammprotokollen

  • Ordnen Sie Sende-, Empfangs- und Quittungstelegramme je Kanal über Sequenznummer und Zeitstempel einander zu.
  • Prüfen Sie Antwortzeitspitzen und Wiederholungsschleifen unmittelbar vor einem Kanalabbruch.
  • Gleichen Sie Telegrammlängen, Kopffelder und SPS-Fehlercodes mit der Kanaldefinition ab.

Die Engine MFS BlackBox von ERP Preflight wertet exportierte MFS-Telegrammprotokolle und Kanalkonfigurationen deterministisch aus und rekonstruiert Sequenzlücken, Timeouts und Steuerungsfehler mit genauem Zeilennachweis. Siehe Lagerautomatisierung.

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu SAP-Konzepten und ersetzt nicht die SAP-Dokumentation für Ihr konkretes Release.

Quellen

Zugehörige Engines: MFS BlackBox

Glossarbegriffe

Engine-Dokumentation