Vom SPRO-IMG-Customizing zu SSCUIs und Central Business Configuration (CBC)
Wie klassische SPRO-IMG-Customizing-Tabellen auf Self-Service Configuration UIs (SSCUIs) und Central Business Configuration in SAP S/4HANA Cloud abgebildet werden und wie Sie nicht unterstützte Einstellungen früh erkennen.
- Zuletzt geprüft:
- Ziel-Releases:
- SAP ECC 6.0, SAP S/4HANA, SAP S/4HANA Cloud Public Edition
- Version:
- 1
- Herkunft der Inhalte:
- Redaktioneller Inhalt, fachlich geprüft
Warum sich das Customizing in S/4HANA Cloud ändert
In SAP ECC und SAP S/4HANA On-Premise pflegen Berater die Geschäftsprozesskonfiguration über den Einführungsleitfaden (SPRO IMG) und Customizing-Tabellen. In der SAP S/4HANA Cloud Public Edition wird der direkte Zugriff auf beliebige SPRO-Tabellen durch gesteuerte Self-Service Configuration UIs (SSCUIs) in SAP Central Business Configuration (CBC) ersetzt.
Typische Lücken beim Übergang von SPRO zu CBC
Beim Übertragen eines Geschäftsprozesses oder Buchungskreistemplates in S/4HANA Cloud treten regelmäßig strukturelle Unterschiede auf:
- Kein direktes SSCUI-Gegenstück. Manche klassischen Customizing-Tabellen sind durch den SAP-Standardinhalt fest vorgegeben und nicht kundenseitig änderbar.
- Namensraum- und Schlüsselvorgaben. Organisationseinheiten, Belegarten und Nummernkreise unterliegen in der Cloud strengeren Konventionen.
- Vorausgesetzte Scope Items. Ein SSCUI ist nur bearbeitbar, wenn das zugehörige Scope Item im CBC-Projekt aktiviert wurde.
- Ablösung durch BRFplus oder Key-User-Erweiterbarkeit. Steuerungslogik aus klassischen Customizing-Exits wandert in Entscheidungstabellen oder freigegebene BAdIs.
So prüfen Sie SPRO-Einstellungen vor den Fit-to-Standard-Workshops
- Exportieren Sie die genutzten Customizing-Tabelleneinträge und geänderten IMG-Aktivitäten aus dem Quellsystem.
- Ordnen Sie jede Tabelle und IMG-Aktivität dem Ziel-SSCUI, Scope Item oder Standardinhalt zu.
- Markieren Sie Einträge, die auf nicht verfügbare Kundennamensräume oder klassische Exits setzen.
- Überführen Sie offene Konfigurationslücken mit klaren Clean-Core-Alternativen in das Fit-Gap-Backlog.
Die Engines SPRO2Cloud und SAP Gap Radar von ERP Preflight werten exportierte Customizing-Metadaten deterministisch aus und weisen Cloud-Zuordnungen sowie Fit-Gap-Risiken mit Fundstelle nach. Siehe Migration & Clean Core.
Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu SAP-Konzepten und ersetzt nicht die SAP-Dokumentation für Ihr konkretes Release.
Quellen
Passende Lösungsbereiche
Zugehörige Engines: SPRO2Cloud, SAP Gap Radar
Weiterführend
SAP-Probleme zu diesem Artikel
- KritischIMG-Aktivität in S/4HANA Cloud Public Edition nicht verfügbar
- KritischAnforderung impliziert einen Clean-Core-Verstoß (Stufe 11)
- HochAltes Konfigurationskonzept erfordert Prozess-Redesign
- HochBekannte Produktlücke (Stufe 11)
- GeringZugeordnete Cloud-Einstellung verhält sich anders als die alte IMG-Aktivität
- GeringAnforderung nur teilweise durch einen unterstützten Ansatz abgedeckt